Immerhin konnte laut Pallasch das Handhaben von Paketen unterschiedlicher Größe in einem bestimmten Spektrum bereits erfolgreich automatisiert werden. Und weitere Neuerungen sind im Gange.
"Auf der CeMAT konnten Sie am Demonstrator von EASY-ROB, der zusammen mit BIBA-Wissenschaftlern derart aufgebaut wurde, eine zukunftsweisende Technologie sehen und erleben, bei dem Mensch und Maschine optimal ›zusammenarbeiten‹", erklärt Pallasch und fährt fort: "Mit einem Controller, einem kabellosen Instrument, dessen Position im Raum durch zwei Kameras ermittelt wird, konnte der Nutzer die Oberkanten von Paketstapeln auf einer Palette definieren. Im Anschluss wurde durch das Simulationsprogramm des Berliner Unternehmens EASY-ROB ein Entladealgorithmus entwickelt, der an einen Roboter hätte gesendet werden können, welcher im Folgenden die Palette entladen hätte."
Pallasch gefiel an dieser Lösung ganz besonders, dass die Pakete nicht absolut definierte Plätze haben und auch prinzipiell nicht alle gleich groß oder gleich hoch gestapelt sein mussten. "Der Mensch leiht dem System seine Intelligenz, in dem er die Position festlegt, und der Roboter übernimmt mit seiner Kraft die Depalettierung."
Auch bei der Automatisierung des Informationsflusses gibt es verschiedene Systeme, etwa Barcodes, die durch Scannerduschen, oder RFID Tags, die durch einen Tunnelaufbau erfasst werden. Pallasch bemerkt, dass in Untersuchungen aufgefallen sei, dass die letztgenannten Systeme immer häufiger eingesetzt werden, auch wenn von einer flächendeckenden Verbreitung noch nicht gesprochen werden könne, da die Technologie noch nicht alle Anforderungen zufrieden stellend abdecke und in weiten Teilen bisher zu teuer sei. Auf dem Gemeinschaftsstand auf der CeMAT habe das Fraunhofer IFF jedoch ein RFID-Tunnelgate ausgestellt, das die Herausforderungen im KEP-Bereich trifft und somit ein zukunftsweisendes Produkt darstelle.