Häufig werden bestimmte Anwendungen nur einmal im Monat bzw. zu bestimmten Stoßzeiten benötigt. Dann müssen aber mitunter mehrere Aushilfen oder Zeitarbeiter damit ausgestattet werden. Und wenn die Arbeit dann getan ist, sitzt der Unternehmer auf teuren Lizenzen, die er nicht mehr benötigt. Für Cloud-Lösungen spricht hier, dass die Lösungen - je nach Anbieter - für einen bestimmten Zeitraum gemietet werden können. Das verhindert unnötige Ausgaben und schafft Liquidität. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Mitarbeiter jeweils mit den aktuellsten Versionen arbeiten und so schneller von Innovationen profitieren können.
Der Liquiditätsvorteil betrifft aber nicht nur die Ausgaben für Software, sondern auch für die gesamte Rechenleistung. Denn auch der Bedarf an benötigter Hardware-Power kann großen Schwankungen unterliegen. Wolf nennt hier exemplarisch die Berechnung von Kaufverhaltensanalysen und von Touren sowie die Erstellung des Tagesabschlusses, die Produktionsplanung und die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung. »Leider müssen die Systeme so ausgelegt sein, dass sie in den Hochzeiten die volle Leistung erbringen«, so Oliver Wolf. »Ansonsten können die Vorgänge nicht zügig abgearbeitet werden.«
Außerhalb dieser Stoßzeiten ist der Rechnerpark in vielen Fällen überdimensioniert, kostet unnötig Energie und verursacht Wartungskosten. Deshalb kann es klug sein, neben den Programmen auch Rechenleistung zu mieten. Wenn dadurch am Ende weniger Hardware herumsteht, so bringt das eine Reihe weiterer Vorteile.