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Logistikgebäude

Wie bekommt die innerstädtische Logistik, was sie braucht?

Der E-Commerce wächst und wächst – und mit ihm auch die Anforderungen an die Logistik. Welche Ansätze gibt es für innerstädtische Lager und die letzte Meile?

15.12.2017
innnerstädtische Logistik
Wie bekommt die innerstädtische Logistik, was sie braucht?

Der Onlinehandel wächst, gleichzeitig erwarten die Konsumenten, dass immer kleinteiliger werdende Sendungen immer schneller zu ihnen gelangen. Das bedeutet: Waren müssen immer näher am Konsumenten gelagert und von dort aus verteilt werden. Auch der Bedarf an Logistikimmobilien steigt – denn mehr Waren bedeuten mehr Fläche und Volumen, und somit größere Herausforderungen für die Bewältigung der letzten Meile.

Lager am Stadtrand

Aus diesem Grund werden aktuell größere Lager gebaut, die am Stadtrand oder an der Autobahn gelegen sind. Was im Umkehrschluss mehr Verkehr, Stau und unpünktliche Lieferungen mit sich bringt. Und auch mehr Lärm und der höhere Schadstoffausstoß stehen dem wachsenden Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit entgegen. Eine Lösung könnten innerstädtische Logistikimmobilien bieten. Nach Meinung der Autoren der Studie "Logistik und Immobilien. Citylogistik. Mit neuen Ideen in die Stadt" (2017) sind aktuell die Immobilien in Städten nicht für die neuen Anforderungen gewappnet. Experten gehen jedoch davon aus, dass innerhalb der nächsten Jahre eine Vielzahl neuer Immobilien zu diesen Zwecken entstehen wird – und zudem auch weitere Immobilien durch Umbau für die Citylogistik nutzbar werden.

So können Tiefgaragen, Parkhäuser und andere leerstehende Einzelhandelsflächen umgenutzt werden. Das ermöglicht den Lieferdiensten besonders schnelle Lieferzeiten. In Berlin nutzt beispielsweise Amazon die jahrelang ungenutzte Fläche eines ehemaligen Elektronikfachmarktes am KuDamm, um von dort aus die Innenstadt mit Waren zu beliefern.

Paketdienstleister können auch Gewerbeparks als Verteilzentren innerhalb der Stadt umfunktionieren. In Düsseldorf verfolgt Segro dieses Konzept: Das Unternehmen bietet verschiedenen Paketdienstleistern die Möglichkeit, seine Räumlichkeiten flexibel als Lager zu nutzen – und bietet so eine ideale Lage für die Herausforderung „Letzte Meile“.

Die Großen versorgen die Kleinen mit Nachschub

Daneben können kleinere innerstädtische Immobilien, die untereinander vernetzt sind, mit den größeren Lagern außerhalb der Städte verbunden sein – und von diesen mit Nachschub versorgt werden. Wenn nur wenig Bedarf an Lagerfläche herrscht und keine besondere Ausstattung benötigt wird, können beispielsweise sogenannte Flex Spaces zum Einsatz kommen, also Mikrodepots, die sich einen Standort gemeinsam mit verschiedenen Einzelhändlern teilen. Auch zentral gelegene Packstationen oder Minilager an Tankstellen sind eine Lösung. Eine weitere Möglichkeit sind "Pop-up-Storages", die beweglich in Containern durch die Städte manövriert werden, modular zusammengesetzt und wieder zerlegt werden können.

Die Zukunft der Logistik entscheidet sich auf der letzten Meile

Wie können Unternehmen auf der letzten Meile ihre Waren zuverlässig zustellen? Was bringen neue innerstädtische Logistiklösungen für den wachsenden E-Commerce? Die CeMAT bietet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, sich über aktuelle Ansätze und Entwicklungen mit Experten auszutauschen.

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