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Logistics IT

Vom Großen zum Kleinen

Die Industrie 4.0 kommt so langsam auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen an. Welche Erwartungen haben diese an ihre Logistics IT? Wo liegen für sie die Herausforderungen bei der Digitalisierung?

15.01.2016

Logistics IT

iGoEasy
iGoEasy von STILL

Ein großes Thema, das mittlerweile verstärkt auch den Mittelstand beschäftigt, sind die Digitalisierung und Industrie 4.0. "Auch hier liegt der Fokus auf Kostensenkung, Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung", sagt Reinhard Bösl, Vorstand System & Industries bei der SICK AG mit Sitz in Waldkirch. "Der Mittelstand erwartet auf ihn zugeschnittene Lösungen, die einen klaren Nutzen bringen, einen geringen Wartungsaufwand haben und einen sicheren Datenaustausch garantieren."

Auf der CeMAT erhalten die Besucher viele neue Impulse und können technologische Innovationen bestaunen. SICK wird in Hannover das gesamte Portfolio der Sensortechnologie speziell für die Intralogistik auch im Hinblick auf Industrie 4.0 präsentieren.

"Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Datenvernetzung und Datenerhebung, also in der zuverlässigen Identifikation und Datenverarbeitung. Unsere Sensoren erfassen und kommunizieren Daten – ein echter Mehrwert ergibt sich aber erst dann, wenn die erfassten Daten als Entscheidungsgrundlage für Verbesserungen genutzt werden können."

Reinhard Bösl, Vorstand System & Industries bei der SICK AG

Denn gerade in der Logistik, wo in Anlagen täglich tehrere Millionen Pakete bewegt werden, hätten es Unternehmen wirklich mit "Big Data" zu tun. In diesen Daten stecke großes Potenzial – aber gleichzeitig auch eine große Herausforderung: Mit Sensorintelligenz Daten so aufzubereiten, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden können.

Für Großunternehmen, aber auch für den Mittelstand. "Industrie 4.0 betrifft nicht nur Maschinen und Anlagen, sondern insbesondere auch Software", ergänzt Oliver Wolf, Leiter der Abteilung Software Engineering beim Fraunhofer IML in Dortmund. "Hier gilt es jetzt, die IT-technische Vernetzung unterschiedlichster Datenquellen herzustellen, um den Mehrwert, den Industrie 4.0 bieten kann, abzuschöpfen."

KMUs benötigten hierfür gesicherte Standards, um verlässlich Industrie 4.0 in ihrer Wertschöpfungskette umzusetzen. Hierzu entwickelt die Fraunhofer-Gesellschaft zurzeit im Rahmen des Industrial Data Space die notwendigen Tools und Standards.

Software muss zu Anforderungen und Geschäftsprozessen passen

SICK
SICK präsentiert Sensortechnologie für die Intralogistik im Hinblick auf Industrie 4.0.

Darüber hinaus sorgen in der Logistik steigendes Sendungsvolumen und komplexe Lieferketten für einen ständigen Zuwachs an Daten. IT-Lösungen haben vor diesem Hintergrund eine Schlüsselrolle, um Prozesse zu optimieren, miteinander zu vernetzen und Daten gezielt auszuwerten. Auch die Themen "Sicherheit" und "Schaffung einer robusten und transparenten IT-Infrastruktur" gewinnen für Mittelständler an Bedeutung.

Torben Posert

"Gerade bei Unternehmen, die international tätig sind und die ihre Standorte nach einheitlichen Standards ausrüsten, kommen unsere flexiblen IT-Lösungen ins Spiel", erklärt Torben Posert, Head of Sales Logistics bei der VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH. "Für die unterschiedlichen Anwendungen bieten wir unseren Kunden mit unserer VIPAC-Produktfamilie eine breite Palette, um Daten automatisiert zu erfassen und zu analysieren."

Die Softwarepakete seien darauf ausgelegt, komplexe Anforderungen abzudecken und dabei gleichzeitig besonders anwenderfreundlich in der Bedienung und Visualisierung zu sein.

"Weiterhin bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, alle Informationen lokal und zentral zu archivieren und jederzeit webbasiert auf diese zuzugreifen", so Posert. "Viele unserer Kunden nutzen Volumen- und Gewichtsdaten der Sendungen für ihre Rechnungsstellung."

Um dies zu gewährleisten, seien Systeme zertifiziert und arbeiteten mit speziellen IT-Speichern. So stelle man auch kleinen und mittelständischen Kunden durchgängige Lösungen zur Verfügung und ermögliche ihnen den Weg in die Industrie 4.0.

Volker Welsch

"Unternehmen stehen nach wie vor oftmals vor der strategischen Entscheidung, ob sie in der Logistik Alleinstellungsmerkmale sehen, die mit individualisierten Lösungen zur Erreichung von Kostenvorteilen führen", sagt Volker Welsch, Leiter Vertrieb Deutschland bei der psb intralogistics GmbH mit Sitz in Pirmasens. "Dann ist es wichtig, auf die Lagerorganisation zugeschnittene Software einzusetzen."

Dies gelte insbesondere für automatisierte Gesamtlösungen.

"Exakt diese Gedankengänge sehen wir seit längerem nicht nur bei Großkonzernen, sondern vermehrt auch bei kleinen und mittleren Unternehmen, den KMUs", so Welsch.

Denn der Markt für Intralogistik-Software sei nach wie vor wachsend. Dies betreffe nicht nur reine Neuinstallationen, sondern auch Retrofit-Maßnahmen, bei denen immer untersucht wird, ob die Software noch zu den Anforderungen und Geschäftsprozessen des Kunden passt.

"Wir sehen in einer permanenten Optimierung der Prozesse mit unseren Kunden eine Aufgabe, die es uns ermöglicht, unsere Software ständig zu erweitern und zu verbessern", sagt Welsch.

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