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Staplerhersteller werden zu Softwarespezialisten

Die klassischen Staplerhersteller wandeln sich immer mehr in Richtung Automatisierer und Softwarespezialisten. Denn im weltweiten Wettbewerb verlangen Kunden in immer kürzeren Zeitabständen individualisierte und qualitativ hochwertige Produkte und Lösungen.

11.05.2016

Automatisierung

Staplerhersteller

"Durch den boomenden E-Commerce ergeben sich auf Kundenseite neue Anforderungen", erklärt Dr. Henry Puhl, Vorsitzender der STILL -Geschäftsführung in Hamburg. "Die Sendungsgrößen beispielsweise werden durch die Variantenvielfalt der Produkte immer kleiner und dadurch kommen immer kurzfristigere Saisonalitäten mit starken Mengenschwankungen ins Spiel." Dieser Entwicklung müsse man mit seinen Intralogistiklösungen Rechnung tragen und individuellere Produkte zu kleineren Stückzahlen anbieten. "Zudem ist es unerlässlich, regionale Anforderungen zu berücksichtigen, die durch die Globalisierung an uns herangetragen werden", so Puhl. "Kunden müssen ihre Prozesse flexibel gestalten können, um wettbewerbsfähig zu bleiben." Zugleich gelte es, die Produktivität kontinuierlich zu steigern und mit weniger Energie und Ressourcen auszukommen, um dem wachsenden Kostendruck und der Umwelt gerecht zu werden. In der heutigen Zeit reiche es nicht mehr aus, dem Kunden einen Stapler zu verkaufen, mit dem er seine Waren von A nach B transportieren kann. Es sei viel wichtiger, ihm eine intelligente und flexible Steuerung seiner Logistikprozesse zu ermöglichen, damit diese noch schneller, einfacher und kostensparender abgebildet werden können. Hierbei ist das Zusammenspiel von Gabelstaplern und Lagertechnik, Software, Dienstleistungen und Service entscheidend.

Permanenter Optimierungsdruck

Logistikprozesse stehen unter ständigem Optimierungsdruck. "Aktuell sehen wir, dass Flurförderzeuge zunehmend enger in Produktionsprozesse eingebunden werden", sagt Michael Röbig, Marketingleiter bei der Hubtex Maschinenbau GmbH & Co. KG . "Dabei stehen wir als Hersteller vor der Herausforderung, unseren Kunden eine individuelle und wirtschaftliche Lösung zu bieten." Daher versuche sein Unternehmen, die Entwicklungen so zu gestalten, dass die individuelle Anforderung erfüllt und möglichst auch auf andere Anwendungsfälle übertragbar ist.

Das Ergebnis sei der Aufbau eines Baukastens verschiedener Assistenzsysteme, die in ihrer Kombination zu einem vollautomatisierten System ausgebaut werden können.

"Der Mehrwert für den Kunden ergibt sich letztendlich durch die gemeinsame Abstimmung von Einsatzanforderung und Fahrzeugausstattung", so Röbig. "Dabei steigt der Grad der Automatisierung in der Regel mit der Komplexität der Einsatzanforderung."

Stark wachsender Markt

Die Automatisierung von Flurförderzeugen ist das derzeit am stärksten wachsende Segment des Logistikmarkts – das gilt auch im Hause Toyota Material Handling. Neben den Vorteilen in puncto Sicherheit liegen auch in den besonderen Effizienz- und Produktivitätsgewinnen Gründe für die wachsende Aufmerksamkeit in diesem Bereich.

"Automatisierungslösungen bedürfen einerdetaillierten Prozessanalyse und setzen eine gute Beratung voraus, die über den Verkauf hinausgeht", sagt Mats Lindell, Leiter Logistics Solutions Toyota Material Handling Deutschland. "Eine transparente Beratung, die alle Fragen des Kunden beantwortet und vor allem während der Einführung des Systems den Veränderungsprozess begleitet, ist dabei das A und O."

Diese Entwicklung habe vielfältige Gründe: "Einerseits bemerken wir eine Veränderung der Kundenstrukturen: Die wachsende Zahl an Großkunden, den sogenannten Key-Account-Kunden, und deren Marktbedeutung üben eine zunehmende 'Marktmacht' aus", so Lindell. "Besonders stark ist diese Tendenz in Konzernen mit hohem Umschlagsvolumen zu beobachten." Mehr Waren müssten in weniger Zeit umgeschlagen werden, um eine effiziente und verlässliche Logistik rund um die Uhr zu gewährleisten. Gleichzeitig sei der Arbeitsmarkt aber sehr gesund und weise einen hohen Beschäftigungsstand auf – das gestalte die Rekrutierung geeigneten Fachpersonals für die Bedienung der Flurförderzeuge herausfordernder. Zusätzlich treiben auch neue Software- und Hardwareentwicklungen die Automatisierung von Flurförderzeugen und Ladungsträgern weiter voran.

Auch für Jungheinrich sind Digitalisierung und Automatisierung ganz klare Trends in der Intralogistik. "Das leben wir mit der Intralogistik 4.0", sagt Vertriebsvorstand Dr. Lars Brzoska. "Wir unterstützen unsere Kunden in den internen Arbeitsabläufen im Lager und der Produktion mit Steuerungs- und Optimierungssoftware, vernetzter Sensorik sowie automatisierten Fahrzeugen und Systemen – und das als einziger Anbieter mit ganzheitlichen Lösungsangeboten komplett aus einer Hand." Dass sich das Unternehmen derzeit in einem Wandlungsprozess befindet, verdeutliche auch das Leitbild "Growing with Passion". Die Zukunft liege für Jungheinrich zunehmend im Bereich der Logistiksysteme und somit der ganzheitlichen Lösungsangebote.

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