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Logistics IT

Smarte Lagerlogistik im Einsatz

Mit Robotern, Drohnen und smarten Gadgets ziehen neue Trends in die Lagerhallen ein. Welchen Mehrwert bringen die digitalen Technologien?

01.03.2018
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Ein Mitarbeiter läuft endlose Lagergänge ab, durchsucht Regale, hievt schwere Produkte und befördert sie eigenhändig an ihren Bestimmungsort. Ein altes Szenario, das heute schon vollständig durch Roboter, Drohnen und autonome Systeme ersetzt werden kann. Aber wie gelingt die smarte Lagerlogistik?

Mensch und Maschine arbeiten zusammen

Im Vordergrund steht die Mensch-Maschine-Interaktion. Die Fraunhofer Gesellschaft verwendet in dem Zusammenhang den Begriff " Social Networked Industry ". Das sind industriell ausgerichtete soziale Netzwerke, in denen Menschen und cyberphysische Systeme miteinander kooperieren. Das Internet der Dinge ermöglicht dabei ganz neue datenbasierte Geschäftsmodelle. Durch Zeitersparnis, Preissenkungen und Arbeitsentlastung profitieren Unternehmer und Verbraucher von einem enormen Mehrwert. Dafür müssen jedoch die Strategien an die technische Nutzung angepasst werden.

Das Ziel ist nicht, den Menschen zu ersetzen, sondern seine Arbeit mit der Effizienz und Leistungsfähigkeit von intelligenten Maschinen zu kombinieren. Dabei lassen sich aktuell drei Trends beobachten: Automatisierung durch Robotik, Informationen mit Hilfe von Wearables/Mobile Devices und die Erzeugung von Echtzeitinformationen über den Lager- und Lieferzustand. Doch welche Technologie ist die sinnvollste?

Trends für die smarte Lagerlogistik

Die Antwort hängt jeweils von den Anforderungen und der Zielsetzung des Unternehmens ab sowie den gegebenen Voraussetzungen. Bereits stark im Kommen sind fahrerlose Transportsysteme. Diese autonomen Roboter sind eine flexible Hilfe beim Warentransport und Kommissionieren. Oftmals benötigen sie jedoch spezielle Transportboxen oder Regalsysteme, was bei heterogenen Warenbeständen zu Problemen führen kann.

Eine Alternative stellen mobile Geräte wie Wearables dar, die den Menschen digital unterstützen. Datenbrillen beispielsweise liefern per Augmented Reality in Echtzeit genaue Anweisungen und führen den Mitarbeiter so durch den Kommissionierprozess. Dadurch werden Fehlerquoten reduziert und die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht.

Auch der Einsatz von Drohnen erscheint im innerlogistischen Bereich vielversprechend, können sie doch den Luftraum für schnelle Warentransporte erschließen. Aber auch für Lagermanagement und Inventur lassen sich die mit Kameras ausgestatteten Flughelfer gut einsetzen. Wichtig ist jedoch eine leistungsfähige Software, mit der die Drohnen selbständig durch das Lager navigieren können.

Technik und logistische Prozesse müssen harmonieren

Grundvoraussetzung für den Einsatz smarter Logistiklösungen sind valide Daten und eine lückenlose Konnektivität. Dies erfordert eine moderne IT-Infrastruktur und die Bereitschaft zu Investitionen. Gerade für kleinere Unternehmen gilt es nach wie vor, Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Technik und Strategie müssen zusammenpassen, sonst sind die Investitionen umsonst. Eine frühzeitige Anpassung an die Digitalisierung bringt später eine größere technische Flexibilität. Denn die Digitalisierung wird die Logistik weiter beeinflussen. Smarte Systeme werden immer wichtiger im Angesicht moderner Logistikanforderungen.

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