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CeMAT 2018, 23. - 27. April
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Intralogistik

Neun Trends, die unsere Logistik verändern

Lager as a Service. Warenlieferung per Drohne. Container, die sich auf einen Bruchteil ihrer Größe schrumpfen lassen: Es rumpelt gerade gewaltig in der Frachtkiste. Neun Beispiele für die Zukunft unserer Branche.

23.10.2015
Drone mit Paket

Mit der Digitalisierung entstehen intelligente Lieferketten – ein riesiges neues Betätigungsfeld für Mittelstand und Konzerne. Aber auch im Kleinen sprießen derzeit im Schnelltakt innovative Konzepte für Logistik und Intralogistik empor. Wie werden sie den Markt verändern?

Trend #1: Same-Day-Delivery für jeden

Von der Bestellung bis zur Lieferung in wenigen Stunden: Was für Käufer ideal klingt, dürfte Logistikern die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Dabei lässt sich der Schnelllieferdienst inzwischen on-Demand buchen. Dienstleister holen die Waren ab und stellen sie sofort per Kurier zu. Händler können die Luxus-Versandoption in den eigenen Webshop integrieren. Das rechnet sich nicht für jedes Unternehmen, ist aber eine gute Möglichkeit, die immer anspruchsvolleren Kundenwünsche zu erfüllen.

Trend #2: Magnetfelder, die Unfälle vermeiden

Nicht in jedem Unternehmen fahren die Förderzeuge schon autonom durch die Gänge, gesteuert über die Cloud. Solange es die "Fehlerquelle" Mensch gibt, wird der Arbeitsschutz stets eine wichtige Rolle spielen. Zusatzkomponenten für Gabelstapler und andere Transportgeräte sollen ihn verbessern: Sie erkennen beispielsweise mithilfe von Magnetfeldern herannahende Personen frühzeitig und warnen Fahrer und Passant, bevor es zur Kollision kommt. Anbieter wie Proxipi wollen so die Unfallrate deutlich senken.

Trend #3: Wirtschaftlichere Lkw-Transporte

Per Smartphone finden Verfrachter heute einen Beförderer in ihrer Nähe, der gerade noch Ladeplatz übrig hat. Früher ungenutzter Frachtraum lässt sich so füllen. Ein Win-win-Geschäftsmodell, bei dem beide Seiten sparen und ihr Ziel schneller erreichen. Lieferungen lassen sich direkt mit einer App nachverfolgen, die sich im Hintergrund auch gleich noch um die Abrechnung kümmert.

Trend #4: Tetris-Prinzip im Lager

Robotersysteme stapeln Paletten platzsparend ineinander – das sogenannte "Verschachteln". Die neue Robotergeneration ist deutlich kleiner, erkennt unterschiedlichste Palettenarten dank 3-D-Bilderkennung selbstständig und lässt sich ohne Umbau in bestehende Logistikanlagen integrieren. "Entschachteln" können die Geräte ebenfalls. Ein Beispiel: der PalMan von EvoPal.

Trend #5: Drohnen für nebenan

Trotz moderner Infrastruktur können Lieferanten nicht jedes Gebiet problemlos erreichen. Mit Transportdrohnen soll nun auch die Belieferung schwer oder nur unwirtschaftlich zugänglicher Orte per Knopfdruck möglich werden. Nicht nur Versandriese Amazon will daher künftig auf Drohnen setzen, Anbieter wie Matternet sprießen derzeit aus dem Boden. Die Drohnen können mit einer Akkuladung ein Kilogramm Fracht über 20 Kilometer transportieren.

Trend #6: Liefertransparenz mit Big-Data-Power

Wie gut kennen Sie Ihre Lieferkette? Dank Big Data vielleicht bald viel besser. Mit Analysen von Millionen Datenquellen können Disponenten jede Route, jede Lieferung und jede Verspätung in Echtzeit nachverfolgen. Risiken in der Lieferkette, beispielsweise Staus, lassen sich so schneller aufspüren und umgehen. Ob die Cloud-Prognosen mehr bringen als ein einfacher Staumelder im Navigationssystem, muss die Praxis zeigen.

Trend #7: Container-Origami

Mit einer neuen vertikalen Faltmethode können Logistiker ihre leeren Container erheblich effizienter stapeln als bislang. Ein einzelner Container lässt sich bis auf ein Fünftel seiner ursprünglichen Größe zusammenstauchen. Gerade Vieltransporteure können auf diese Weise einige Kosten sparen. Branchenexperten schätzen, dass diese Erfindungen den globalen Markt deutlich verändern dürften.

Trend #8: Logistik as a Service

Was, wenn die eigene Logistik nicht mehr mit den Aufträgen hinterherkommt? Von der Bestellabwicklung über die eigentliche Lagerhaltung bis hin zur Auslieferung lassen sich inzwischen die meisten Schritte in der Logistik outsourcen. Beim Angebot und bei den Preismodellen werden die Dienstleister kreativ: Bei Cloud Fulfilment passen sich die Kosten beispielsweise täglich an den aktuellen Lagerbestand an. Nur etwas für Kleinunternehmen oder auch eine Alternative für die Großen?

Trend #9: Seefracht auf Knopfdruck

Die Bedeutung der See ist für die globale Logistik ungebrochen. Über die Cloud entstehen gerade neue Möglichkeiten für das Traditionsgeschäft: Vergleichstools zeigen die für jede Route und jeden Zeitpunkt besten Angebote auf einen Blick. Das Ordern läuft per Mausklick. Im Vergleich zur klassischen Buchung sind die Nutzer von Öffnungszeiten unabhängig. Bei Websites wie Transporteca sparen vor allem kleine Betriebe, die zuvor auf die teurere Luftfracht angewiesen waren.

Diese neun Trends geben einen kleinen Eindruck davon, wie schnell und wie grundlegend sich die Logistik derzeit verändert. Das ganze Bild sehen Besucher auf der CeMAT vom 31. Mai bis 3. Juni 2016.

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