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Industrie 4.0

Kommissionieren in Zeiten von Industrie 4.0

Der E-Commerce boomt. Immer schneller und flexibler ist das Motto. Gerade die Kommissionierung bekommt das zu spüren und passt sich der Industrie 4.0 an.

16.01.2018
 Kommissionierung

Logistik in Zeiten der Digitalisierung muss effizient sein. Kurze Lieferzeiten, Vermeidung von Retouren und optimale Prozessabläufe – nur wer das schafft, kann sich im Wettbewerb behaupten. Die Lösung führt über automatisierte, digitale Prozesse. Mit Robotern und Datenbrillen beispielsweise lassen sie sich bereits umsetzen.

Smart Glasses führen visuell durch den Prozess

Einer der häufigsten Gründe für Warenretouren ist die Lieferung eines falschen Artikels. Das passiert meist dann, wenn beim Kommissionieren ein Fehler gemacht wurde. Um diese Fehlerquote zu verringern und zugleich den gesamten Prozess wirtschaftlicher zu gestalten, gibt es unterschiedliche digitale Hilfsmittel. Ein Trend geht zu sogenannten "Wearables" wie der Datenbrille. Hierbei handelt es sich um eine mobile Brille mit integriertem Display. Kombiniert mit einer Pick-by-Vision-Software ermöglicht sie einen schnellen und einfachen Zugriff auf Informationen, die den Mitarbeiter beim Kommissionieren unterstützen.

Die Datenbrille übernimmt dabei die Funktion eines Assistenten und zeigt dem Mitarbeiter auf dem Display die relevanten Informationen des Arbeitsauftrags. Die Brille ist mit einer Scanfunktion ausgestattet, die Barcodes an Lagerplatz und Ware abgleicht und erkennt, ob es sich um den entsprechenden Auftrag handelt. Das Display ist transparent, sodass die Informationen als "Augmented Reality" im Sichtfeld des Mitarbeiters erscheinen. Anbieter solcher Lösungen sind unter anderem Picavi und KBU-Logistik , aber auch die Google Glasses finden in der Industrie ihren Einsatz.

Die Datenbrille liefert in Echtzeit Arbeitsanweisungen, korrigiert und dokumentiert den Prozess und erhöht damit die Pickgenauigkeit und -rate. Außerdem hat der Mitarbeiter beide Hände zum Arbeiten frei und wird auf dem optimalen Weg durch das Lagersystem geführt.

Roboter bewegen sich frei durch Lagerhallen

Eine autonomere Logistiklösung bieten fahrerlose Transportsysteme, bei denen sich Roboter frei im Raum bewegen. Die Roboter bekommen über das Warenwirtschaftssystem ihre Aufträge und bewegen sich dann eigenständig zum Lagerplatz, wo sie einzelne Waren oder auch ganze Regale einsammeln. Die Roboter sind mit Greiffunktionen ausgestattet, können Hindernissen ausweichen und sich im Lager orientieren.

Die Schwierigkeit besteht aktuell noch darin, die Roboter für den Einsatz mit heterogenen Warenbeständen zu optimieren, da die Greiffunktion sowie der Stauraum meist nicht für jede Größe und Form der Ware optimiert sind. Der Kommissionier-Roboter TORU von Magazino kann bereits mit verschiedenen Greifsystemen ausgestattet werden. Die "Stack Access Machine" – kurz SAM – des Fraunhofer IML ist ein Stapelbediengerät, das entsprechende Behälter einzeln oder als gesamten Stapel transportieren kann.

Kein Wunschtraum: Automatisierte Logistik

Intelligente Logistiksysteme, in denen Maschinen und Roboter flexibel agieren, miteinander vernetzt sind und den gesamten Transportprozess steuern: Das mag zunächst noch utopisch klingen. Aber in Zeiten, da Technologien immer intelligenter und mobiler werden, ist die Kommissionierung auf dem besten Weg dorthin.

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