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Lagertechnik

Jetzt ist die Digitalisierung am Zug

Mit einer aktuellen Studie haben Forscher des Lehrstuhls Fördertechnik, Materialfluss und Logistik der TU München Einsatzmöglichkeiten von Routenzugsystemen untersucht und herausgefunden, welche Teilprozesse für eine bedarfsgerechte und hochfrequente Versorgung stärker digitalisiert werden müssen.

23.08.2017
TU München Routenzüge

„"Der steigende Drang zur Digitalisierung und Fortschritte in der Automatisierungstechnik beeinflussen zunehmend die Entwicklung von Routenzugsystem", stellen die Autoren im Vorwort der aktuellen Studie fest, die vom Lehrstuhl fml - Fördertechnik, Materialfluss und Logistik der Technischen Universität München nun veröffentlicht wurde. Unter dem Titel "Einsatz von Routenzugsystemen zur Produktionsversorgung - Studie zu Planung, Steuerung und Betrieb" untersuchten die Forscher des Lehrstuhls fml mit 241 Studienteilnehmern, wie hoch der Grad der Automatisierung heute bereits ist und bei welchen Entwicklungen im Bereich der routenzugspezifischen Technologien die Studienteilnehmer beispielsweise Potenzial für weiter reduzierte Prozesszeiten und eine größere Fehlerresistenz erkennen.

Zu den Kernaussagen der Studie gehören unter anderem folgende Erkenntnisse: Der "Trend zum branchenübergreifenden Einsatz von Routenzügen hält an" und die "Einsatzszenarien für Routenzugsysteme werden vielfältiger". Ferner stellen die Forscher fest, dass der Automatisierungsgrad in Routenzugsystemen derzeit gering ist und dynamische Steuerungskonzepte zwar Flexibilität bieten, aber auch einen erhöhten IT-Aufwand erfordern. Die Autoren der Studie prognostizieren, "Routenzüge werden auch in Zukunft zur Produktionsversorgung eingesetzt", und sie formulieren die Vision, dass sich Routenzugsysteme künftig besser in die Wertschöpfungskette integrieren und sich damit noch stärker an der Produktion orientieren, um "eine bedarfsgerechte und hochfrequente Versorgung zu gewährleisten." Wer nun fürchtet, der Mensch würde durch diese Entwicklung an den Rand gedrängt, den beruhigen die Forscher aus München: „Der Mensch [wird] auch in Zukunft in Routenzugprozesse eingebunden sein, da bestimmte Prozessschritte und Randbedingungen keine wirtschaftliche und flexible Automatisierung ermöglichen." Wer mehr zu diesen Themen erfahren will, der sollte am 12. Oktober 2017 am Logistikseminar des Logistik-Innovations-Zentrums der Technischen Universität München teilnehmen, das bereits zum neunten Mal durchgeführt wird und diesmal den Schwerpunkt "Technologien und Prozesse für die Produktionsversorgung der Zukunft" hat.

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