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Intralogistik

Individuelle Lösungen aus standardisierten Bausteinen

Besser eine kundenindividuelle Logistiklösung für das Lager? Oder ein Konzept "von der Stange", das sich vielleicht schon in ähnlichen Unternehmen bewährt hat?

16.11.2015
SSI Schaefer
Jede Lagerlösung ist auf den Bedarf des Kunden zugeschnitten. Standardisierungen sind lediglich bei den einzelnen Produkten vorzufinden.

Für Jürgen Kalkenbrenner, Leiter Automatisierte Gesamtsysteme bei SSI Schäfer, stellen sich diese Fragen überhaupt nicht. "Die Anforderungen unserer Kunden an ihre Lagerlogistik sind immer unterschiedlich; also sind auch die Lösungen individuell", betont der Logistik-experte. Nicht nur die Art und Beschaffenheit der Waren und Teile, die in den Logistikzentren gelagert und umgeschlagen werden, führen zu ganz unterschiedlichen Konzepten. "Auch die Marktpositionierung spielt eine große Rolle, und die Frage, ob wir eine Anlage für die Distributions- oder für die Produktionslogistik realisieren. In der Produktionslogistik macht es für die Lagerlogistik einen erheblichen Unterschied, ob ein Unternehmen Großserien fertigt oder sich auf Kleinserien oder die Einzelfertigung spezialisiert hat", erklärt Kalkenbrenner.

Bedürfnisse des Kunden verstehen

Kalkenbrenner
Jürgen Kalkenbrenner, Leiter Automatisierte Gesamtsysteme bei SSI Schäfer

In der Distributionslogistik haben Lieferzeiten, Saisonalitäten und tageszeitabhängige Arbeitsspitzen Einfluss auf die Gestaltung von Lager und Kommissionierzone.

Dazu kommen natürlich noch Restriktionen, die einzuhalten sind. Der Zuschnitt des Gebäudes oder des Grundstückes und gesetzliche Vorschriften, die sich von Region zu Region unterscheiden können, beeinflussen Lagerlayout und -konzeption.

"Es ist für die Planung sehr wichtig, dass wir das Geschäft und die Bedürfnisse des Kunden verstehen. Deshalb nehmen wir uns zu Beginn jedes Projektes viel Zeit dafür."

Jürgen Kalkenbrenner, Leiter Automatisierte Gesamtsysteme bei der SSI Schäfer

Das zahlt sich aus: Nur wenn Hardware, Software, Materialfluss und Arbeitsprozesse genau aufeinander abgestimmt werden, sind auch die Lagerkosten optimal.

Doch bei aller Individualität: Wie bei allen industrialisierten Prozessen spielt Standardisierung auch bei der Gestaltung von Lagern eine gewichtige Rolle. "Standardisiert sind allerdings nicht die Lösungen, sondern die Produkte – also die Bausteine, die wir zu einer Gesamtlösung zusammenstellen", erläutert der SSI-Schäfer-Manager und wartet mit einem originellen Beispiel auf: "Gibt man Kindern jeweils genau die gleichen Legosteine, werden am Ende dennoch unterschiedliche Häuser entstehen." Für die Logistik übersetzt heißt das: Komponenten wie Regalbediengeräte, Routenzüge, Paletten- und Behälterfördertechnik oder die Steuerung folgen durchaus den gängigen Standards, aber sie werden individuell zu einer Komplettlösung zusammengestellt. "Standardisierung auf der Produktebene ist ein Gebot der Wirtschaftlichkeit", weiß Kalkenbrenner. "Sie vereinfacht die Wartung sowie den Service und sorgt in der Herstellung für kostenrelevante Skaleneffekte."

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