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Transportlogistik

Ein Musk-have für Elon!

Mit Hyperloop, dem vom Visionär Elon Musk ersonnenen Konzept für ein Hochgeschwindigkeitstransportsystem in evakuierten Röhren, soll eine neue Ära der Logistik beginnen. Mit produktivem Tunnelblick leisten Studierende der TU München einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des Systems.

13.09.2017
WARR_Hyperloop_Musk

Das Konzept des Hyperloop erinnert auf den ersten Blick ein wenig an eine Mischung von Transrapid und Rohrpost: Vor rund vier Jahren stellte PayPal-Gründer und Tesla-Chef Elon Musk die Idee eines Röhrensystems vor, in dem von Magneten angetriebene Kapseln im Teilvakuum eines Tunnels Güter und Passagiere mit extrem hoher Geschwindigkeit transportieren können. Im Jahr 2015 rief Musk dann die "Hyperloop Pod Competition" ins Leben und forderte Studierendenteams aus der ganzen Welt dazu auf, Konzepte für die Pod genannte Transportkapsel einzureichen.

Anfang dieses Jahres wurden nun die ersten zwei Hauptpreise vergeben: Ausgezeichnet für das beste Gesamtkonzept wurde das Team der TU Delft, der Preis für den schnellsten Pod aber ging an das WARR Hyperloop Team der TU München. Doch die Studierenden am Lehrstuhl für Raumfahrttechnik hatten nicht lange Zeit, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Bereits im August dieses Jahres galt es, bei einem weiteren Wettbewerb, bei dem es ausschließlich um Speed ging, die anderen Teams erneut nicht nur in die Röhre, sondern hinterher schauen zu lassen. Mehr als 20 Teams testeten in Los Angeles ihre Kapseln in der für den Wettbewerb aufgebauten Röhre auf dem Gelände von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, jedoch konnten sich wegen der strengen Regularien lediglich drei Teams für das Finale qualifizieren: die Rekordhalter des WARR Hyperloop Teams der TU München sowie das Team Paradigm Hyperloop der Northeastern University and Memorial University of Newfoundland & Labrador und das Team Swissloop der ETH Zürich.

Während die Schweizer mit den in der Vakuumröhre erreichten 39 Stundenkilometern wenige Argumente gegen ein gängiges Klischee lieferten, erreichten die Tüftler von Paradigm Hyperloop immerhin mehr als 100 Stundenkilometer. Der Pod von WARR Hyperloop aber, mit lediglich 80 Kilogramm Gewicht einer der kleinsten im Wettbewerb, erreichte 324 Stundenkilometer! Elon Musk, der den Wettbewerb vor Ort verfolgte, gratulierte den Münchner Studierenden persönlich.

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