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Logistics IT

Die Frage des Make or Buy

Auch in der Intralogistik bieten die Systemhersteller längst mehr als reine Produktlösungen. Immer mehr Kunden erwarten einen ganzheitlichen Systemansatz.

18.01.2016
Make-or-Buy

Logistiklösungen

Die Fremdvergabe logistischwer Leistungen ist längst kein reines Transport- oder Dienstleisterthema mehr.

"Natürlich sichert Outsourcing auch den Intralogistikherstellern selbst die Flexibilität, um auf Marktveränderungen schnell und effizient reagieren zu können", erklärt Armin Weih, stellvertretender Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik. "Darüber hinaus beobachten wir jedoch noch eine andere Art von Outsourcing – nämlich auf der Anwenderseite."

Kunden wollten in verschiedenen Bereichen nicht mehr "nur" ein Produkt oder eine Anlage kaufen, sondern Durchsatzleistung oder Prozessoptimierung.

"Die Intralogistikanbieter weiten ihr Angebot und ihre Kompetenzen deshalb entsprechend aus, um ihren Kunden mehr Service, Dienstleistungen und Support zu bieten", so Weih. "Sie sind zunehmend in die logistischen Prozesse ihrer Kunden involviert und gestalten diese aktiv mit. Diese Art von Mehrwert wird immer wichtiger – und das für beide Seiten."

In einigen Teilbereichen entwickeln sich die Hersteller außerdem zu Generalunternehmern, die auf Wunsch die komplette Logistikstruktur der Kunden analysieren und dann passgenaue Prozesse sowie die dafür geeigneten Lösungen vorschlagen.

Hardware steht längst nicht mehr allein im Mittelpunkt

"Natürlich wird am Ende auch die Hardware geliefert, sie steht aber längst nicht mehr allein im Mittelpunkt", sagt Weih. "Vor allem, weil heute hinter dem Materialfluss viel Automatisierung und komplexe IT-Strukturen stehen." Gerade in diesen Bereichen unterstützen die Hersteller ihre Kunden und übernehmen damit wichtige Aufgaben.

Die Intralogistiker selbst bieten mit ihren zum Teil hochflexiblen Systemen Lösungen für die 3PL-Dienstleister an, die die Sendungen für mehrere Kunden aus einem Lager abwickeln. Viel entscheidender ist aber die Mandantenfähigkeit der IT.

"Dass Intralogistiker auch die operativen Outsourcing-Tätigkeiten übernehmen werden, ist gegenwärtig für mich noch nicht vorstellbar", erklärt Arne Pierau, geschäftsführender Gesellschafter der Pierau Unternehmensberatung in Hamburg. "Aber war es seinerzeit vorstellbar, dass die Frachtführer und Speditionen diese operativen Tätigkeiten übernehmen, wie es in den letzten Jahren zunehmend geschehen ist?"

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