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Logistics 4.0

Deutscher Logistik-Preis 2017 geht an Bosch

Umfassende Neuausrichtung der Logistik senkt Kosten um 15 Prozent

03.11.2017
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Bosch ist Träger des Deutschen Logistik-Preises 2017 der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen einer Auftaktgala des 34. Deutschen Logistik-Kongresses, der vom 25. bis 27. Oktober 2017 in Berlin stattfindet.

Ein unternehmensübergreifender Ansatz und vorbildliche Durchgängigkeit sind Merkmale des diesjährigen Preisträgerprojektes von Bosch. Statt nur einzelne Supply-Chain-Segmente zu optimieren, hat die Logistik bei Bosch unter dem Leitgedanken "Striving for Supply Chain Excellence" innerhalb von vier Jahren einen grundlegenden Veränderungsprozess durchlaufen, eine neue Rolle im Unternehmen eingenommen und über Total Cost of Ownership (TCO) beeindruckende Ergebnisse erreicht. Damit leistet auch die Bosch-Logistik einen wesentlichen Beitrag zum Transformationsprozess des Unternehmens. Schwerpunkt des Wandels ist insbesondere die zunehmende Vernetzung über das Internet der Dinge (IoT). Wie kein anderes Unternehmen bringt Bosch Know-how bei den "3S" mit, die für das IoT wesentlich sind: Sensoren, Software und Services.

Die vier Segmente Transport, Warehousing, Packaging und Foreign Trade wurden zeitgleich, jeweils einzeln und in ihrem Zusammenspiel neu gestaltet und ausgerichtet. Die Geschäftsmodelle von Bosch sind sehr heterogen. Sie umfassen Waren und Dienstleistungen aus rund 100 Ländern, 20.000 direkte aktive Lieferanten, 270 Fertigungswerke, 800 Lagerstandorte und eine Viertelmillion Kunden. Das gesamte Produkt- und Service-Spektrum reicht vom OEM-Geschäft bis hin zu Konsumgütern. Mit Supply Chain Network Design (SCND) wurde ein ganzheitlicher Logistikansatz für alle entwickelt. Jedes einzelne Segment wurde hinsichtlich Organisation, Verantwortung, Methoden, Prozessen und IT neu aufgestellt.

"Das Netzwerk-Design unterstützt bei der Analyse und Optimierung kompletter Supply Chains und findet dabei nicht nur in bestehenden Lieferketten, sondern bereits im Produktentstehungsprozess Anwendung", erläutert Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und zuständig für den Zentralbereich Einkauf und Logistik.

Das messbare Ergebnis: "Durch den umfangreichen Veränderungsprozess hat Bosch die Logistikkosten um weltweit rund 15 Prozent gesenkt. Dies war nur möglich mit Unterstützung aller Werke sowie der aktiven Mitarbeit aller Bosch-Logistiker", erläutert Andreas Reutter, Mitglied der Geschäftsleitung des Zentralbereichs Einkauf und Logistik der Robert Bosch GmbH.

Das Preisträgerprojekt ist nach Einschätzung der 17-köpfigen Jury mit Logistikexperten aus der Industrie, dem Handel, den Logistikdienstleistern und den Fachmedien innovativ im Zusammenspiel von zwei Entwicklungen: Logistik ist gestaltende Kraft und wesentlicher Treiber für Digitalisierung und Innovationen im Unternehmen.

"Ein unternehmensdurchgängiges Projekt wurde in einer sensationell kurzen Zeit realisiert. Mich beeindruckt die Wandlungsfähigkeit des Traditionsunternehmens Bosch, dem es gelungen ist, seine Größe zu nutzen, um die Vernetzung der Regionen zu optimieren", so der Juryvorsitzende Roland Tichy, Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung.

Beispiele für die Effekte des Preisträgerprojektes:

Transport: Vor Beauftragung von Dienstleistern erfolgt eine Optimierung des Bosch-Netzwerkes. Das Design, die Planung und Operations wurde in eine regionale Verantwortung bei Bosch überführt. Die Transportkosten sanken um 20 Prozent.

Warehousing: Im Rahmen einer weltweiten Footprint-Analyse wurde die Zahl der Läger um rund 100 reduziert. Die Lagerkosten sanken um 15 Prozent.

Packaging: Entwicklung und Anwendung einheitlicher Prozesse und Reduzierung der Varianten. Die Realisierung der Maßnahmen zeigt eine Einsparung von 20 Prozent.

Foreign Trade: Die IT wird weiter harmonisiert und die Organisation der Außenhandelsaktivitäten bei der zentralen Logistik für die Regionen vereinheitlicht. Die Zollkosten sanken um 5 Prozent. Das Unternehmen erwartet, dass die Zollkosten um weitere 5 Prozent zurückgehen werden.

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