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Logistics IT

Der Kollege ohne "e"

Die Rationalisierung beginnt bereits beim Namen: Der Postbote der Zukunft soll mit dem PostBOT einen Roboter-Kollegen bekommen, der ihm auf Schritt und Tritt folgt und bei der Zustellung der Sendungen unterstützt. Aktuell werden die Ergebnisse einer sechswöchigen Testphase ausgewertet.

08.11.2017
dpdhl-postbot
dpdhl-postbot

Unter enger Einbindung von Zustellerinnen und Zustellern der Deutschen Post wurde der PostBOT auf Basis eines Roboters der französischen Firma Effidence S.A.S entwickelt. Der Roboter, der den Transport von Briefen und Päckchen übernehmen soll, kann Lasten bis zu 150 Kilogramm transportieren. Um seinen Kollegen aus Fleisch und Blut auf Schritt und Tritt folgen zu können, erfasst er mit Sensoren die Bewegung ihrer Beine. Auch soll der PostBOT Hindernissen ausweichen oder zumindest rechtzeitig vor diesen stoppen können. Dank ergonomisch platzierter Bedienelemente an beiden Seiten ist der PostBOT zudem rücken- und gelenkschonend konzipiert und somit ein ebenso entgegenkommender wie zuverlässiger Kollege, denn seine Konstrukteure legten Wert auf eine große Robustheit, damit der Roboter bei allen Witterungsbedingungen seinen Dienst leisten kann.

"Unsere Zustellerinnen und Zusteller erbringen jeden Tag Höchstleistungen", lobt Jürgen Gerdes, der als Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel der Deutsche Post DHL Group betont, an das Wohl seiner Mitarbeiter zu denken: "Deshalb arbeiten wir permanent an Lösungen, die unsere Mitarbeiter auch bis ins hohe Alter bei der körperlich schweren Arbeit entlasten können. Hierzu gehören neben vielen weiteren Arbeitsmitteln, wie E-Bikes und E-Trikes in der Briefzustellung, auch innovative Robotik-Anwendungen." Der PostBOT, der seit Anfang Oktober im hessischen Bad Hersfeld in zwei Zustellbezirken bis voraussichtlich Mitte November getestet wird, ist der erste Zustell-Roboter, den die Deutsche Post auf seine Eignung als Unterstützer der Zustellerinnen und Zusteller auf ihrer Zustelltour prüft. Gerdes: "Wir versprechen uns von dem aktuellen Test wichtige Erkenntnisse, wie die Zustellung im Interesse der Beschäftigten weiterentwickelt werden kann." Die Ergebnisse des Tests, der zunächst auf rund sechs Wochen ausgelegt wurde, sollen nun umfassend ausgewertet werden und damit eine wichtige Grundlage für Folgetests und Weiterentwicklungen schaffen.

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