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Industrie 4.0

Asien im Fokus

Der asiatische Markt spielt für deutsche und europäische Intralogistikanbieter eine immer wichtigere Rolle. Dies zeigte sich auch auf der CeMAT ASIA, der wichtigsten Intralogistikmesse auf dem Kontinent.

14.12.2015
CeMAT ASIA
Stephan Schostok, Oberbürgermeister von Hannover, am Stand von Continental.

Internationalisierung

Der asisatische Markt spielt für deutsche und europäische Intralogistikanbieter eine immer wichtigere Rolle. Mit einem deutlichen Flächenzuwachs endete Ende Oktober die CeMAT ASIA in Shanghai. Mehr als 470 Aussteller präsentierten auf einer Ausstellungsfläche von 47.000 Quadratmetern neue Produkte und Lösungen für automatisierte und vernetzte Logistikprozesse. Damit war es die bisher größte CeMAT ASIA seit deren Premiere vor 15 Jahren.

Über 70.000 Besucher kamen ins Shanghai International Exhibition Centre (SNIEC) und informierten sich über neue Technologien aus den Bereichen Intralogistik, Antriebs- und Fluidtechnik sowie Drucklufttechnik und industrielle Zulieferungen – denn zeitgleich mit der CeMAT ASIA veranstaltete die Deutsche Messe AG die PTC ASIA, die ComVac ASIA und die Industrial Supply ASIA. Insgesamt präsentierten sich 2.200 Unternehmen (2014: 1.900) auf einer Fläche von 155.500 Quadratmetern (2014: 135.500). Zu den Ausstellern zählten führende Hersteller wie Continental, Dematic, Interroll, Jungheinrich, HeLi, Kardex, KNAPP, Linde Material Handling, Muratec, SSI Schäfer, Swisslog und Vanderlande.

China bleibt interessanter Markt

China ist im asiatischen Raum nach Angaben des VDMA nach wie vor der größte Markt für deutsche Intralogistiker. Im Jahr 2014 exportierten Unternehmen aus Deutschland intralogistische Produkte und Know-how in einem Gesamtwert von 710 Millionen Euro nach China. Die Intralogistik-Importe aus China nach Deutschland hatten 2014 ein Volumen von 190 Millionen Euro. Der zweite riesige Markt in Asien, Indien, wird nach wie vor den wirtschaftlichen Erwartungen nicht gerecht. Aus Sicht der deutschen Intralogistikanbieter stabilisierten sich die Exporte nach zwei rückläufigen Jahren 2014 erstmals wieder auf 149 Millionen Euro.

"Die Industrie-4.0-Initiative Deutschlands hat weltweit für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt und die 'Made in China 2025'-Strategie entscheidend beeinflusst, da auch sie auf dem Industrie-4.0-Konzept basiert und darauf abzielt, Produktionsprozesse durch smarte Herstellungsverfahren und Logistikkonzepte zu revolutionieren", erklärt Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG. "Unsere weltweit stärksten Marken, die PTC MDA und die CeMAT, sind in China bestens positioniert." In diesem Jahr drehte sich alles um intelligente Produktions- und Logistikprozesse – damit knüpfe man direkt an die Strategie der chinesischen Regierung an und stärke so einmal mehr die Position der eigenen Industriemessen als Asiens führende Geschäfts-, Networking und Wissensplattformen.

"Der chinesische Markt für Automatisierung verändert sich. Unsere Kunden erkennen, dass sie ihre Logistik- und Supply-Chain-Systeme upgraden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben."

Claus Henkel, General Manager of Integrated Systems and Automation beim Intralogistikanbieter SSI Schäfer

Die aktuellen Trends rund um E-Commerce und Produktion hätten diese Entwicklung noch einmal beschleunigt. Die CeMAT ASIA habe sich in den vergangenen drei Jahren komplett verändert – von einer Messe für Regalsysteme hin zu einer Automatisierungsmesse.

Zahlreiche Neuprojekte im E-Commerce

"Der Asien-Pazifik-Raum ist für Kardex Remstar eine der stärksten Wachstumsregionen", erläutert Tobias Steffens von Kardex Deutschland, Hersteller von automatisierten Lagerlösungen und Materialflusssystemem.

"Wir bieten innovative Technologien, eine große Präsenz im Asien-Pazifik-Raum mit Kundennähe und einem expansiven Service-Netzwerk."

Tobias Steffens von Kardex Deutschland

Auf der CeMAT ASIA treffe man sowohl Bestandskunden als auch potenzielle Kunden und zeige die aktuellen Intralogistiklösungen. Auch der Schweizer Spezialist Interroll hat die Produktionskapazitäten in China erweitert und bekräftigt auf der CeMAT ASIA sein Bekenntnis zu China.

Bereits im August 2015 hat Interroll ein neues Produktionsgebäude in Suzhou in Betrieb genommen, da das dortige regionale Kompetenzzentrum das Maximum der Produktionskapazität erreicht hatte. Die modulare Förderer-Plattform, die Interroll offiziell auf der CeMAT ASIA für die Region Asien-Pazifik vorgestellt hat, wird nun ebenfalls hier produziert.

Mit der KNAPP-Niederlassung im chinesischen Taicang sind wir außerdem in der Lage, unsere Anlagen schneller auszuliefern und unseren Kunden in China einen optimalen Servicelevel anzubieten."

Philipp Schitter, Director Sales Asia & Pacific bei KNAPP

Philipp-Schitter
Philipp Schitter, Director Sales Asia & Pacific bei KNAPP

Gerade im E-Commerce geht der Trend stark in Richtung Lagerautomatisierung, mit einer Vielzahl von Neuprojekten am asiatischen Markt. "Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg von E-Commerce-Anbietern ist eine effiziente und optimierte Supply Chain", sagt etwa Philipp Schitter, Director Sales Asia & Pacific beim österreichischen Anbieter KNAPP. "Wir können hier mit spezialisierten Lösungen unterstützen."

Mit vom OSR Shuttle versorgten Ware-zur-Person-Arbeitsplätzen könne man den Servicelevel der Kunden sowohl hinsichtlich der Geschwindigkeit der Auslieferung als auch hinsichtlich der Auslieferungsqualität heben. Auch schnelle Fördertechniklösungen tragen dazu bei, bei moderaten Investitionssummen die Effizienz von manuellen Lägern zu verbessern.

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