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3 Fragen an...

Interview mit Stefan Stroh, Partner Strategy&, der Strategieberatung von PwC

25.04.2016
Stefan-Stroh

1. Welche Trends aus der Digitalisierung werden die Intralogistik beeinflussen?

Ich möchte da eigentlich gar keinen Unterschied zwischen den einzelnen logistischen Bereichen machen. Der umfassende Einsatz von IT in der Logistik ist ein wichtiger Erfolgsfaktor und findet in ganz unterschiedlichen Ausprägungen auch bereits in vielen Unternehmen sehr erfolgreich statt. Mit der Digitalisierung sind wir jetzt an einem Punkt, an dem IT und Logistik noch enger zusammenrücken und sich hieraus verstärkt neue Geschäftsmodelle entwickeln werden sowie erhebliche Verbesserungen in den Operations und an der Kundenschnittstelle realisieren lassen.

2. Welche Geschäftsmodelle können für Logistikunternehmen daraus entstehen?

Das können vollkommen unterschiedliche Geschäftsmodelle sein. Überall dort, wo mit Hilfe von Innovationen Know-how-Vorsprung oder Wettbewerbsvorteile erzielt werden können, macht Digitalisierung Sinn. Erste Pilotprojekte, auch im Lager, etwa zur Optimierung von Kommissionierabläufen oder unter Verwendung von Robotern im Sinne einer Mensch-Maschine-Kommunikation, laufen ja bereits – wir stehen da allerdings erst ganz am Anfang der Entwicklung.

3. Was bedeutet das für kleine oder mittelständische Unternehmen?

Natürlich macht die Digitalisierung auch vor kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) nicht halt. Etwa unter Verwendung von Cloud-Lösungen werden für KMU Anwendungsfelder interessant, die es früher so nicht gab. Beispielsweise braucht man heute keine riesigen ERP-Systeme mehr, um seine Logistikprozesse verwalten und optimieren zu können. Man nutzt die Tools aus der Cloud, die tatsächlich benötigt werden – und bezahlt auch nur für diese. Vor kurzem fand in Hamburg eine sehr interessante Round-Table-Veranstaltung zur CeMAT statt, bei der auch kleinere Unternehmen ganz konkrete Beispiele dafür angeführt haben, auf welche Weise sie heute schon von der Digitalisierung profitieren. Die Verkürzung von Lieferzeiten oder das Anbieten von Value Added Services sind da nur zwei denkbare Möglichkeiten. Unter dem Strich geht es für Unternehmen jeder Größe allerdings vor allem darum, wie schnell sie sich in ihren Innovationszyklen anpassen und auf die sich bietenden Chancen reagieren können.

Zur Person

Stefan Stroh ist Berater für Führungskräfte in den Branchen Reisen, Transport, Logistik und Hightech-Industrie bei Strategy&, der Strategieberatung von PwC. Darüber hinaus ist er Partner bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Strohs Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Strategieentwicklung, organisatorische Transformationen sowie digitale Strategien und deren Umsetzung für Kunden in Europa und weltweit. Stroh leitet bei PwC die Teams "Transportpraxis" sowie "Digitale Strategie und Transformation in Europa".

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