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Frederik Brantner, CEO Magazino

15.02.2016
Frederik Brantner
Frederik Brantner, CEO Magazino

Herr Brantner, Sie sagen, in bestimmten Lager- und Kommissionierbereichen könnten Roboter heute bereits Menschen ersetzen. Welche Bereiche sind das?

Zum Beispiel in Stückgutlagern von Fulfillmentcentern oder bei Bücherversendern. Unser mobiler Kommissionierroboter TORU wird beispielsweise seinen ersten Einsatz in einem Bücherlager haben, wo er parallel zum Menschen selbstständig einzelne Bestellungen ein- und auslagert. Er erhält über das Warenwirtschaftssystem via WLAN seinen Pickauftrag, navigiert selbstständig zum Regal, lokalisiert und findet mit seinem Kamerasystem das gewünschte Buch im Regalfach, greift es und bringt es anschließend zur Versandstation. In einem nächsten Schritt ist dies auch mit Schachteln, Schuhkartons oder Kisten möglich, und auch der Einsatz in Produktionslinien.

Können intralogistische Abläufe langfristig ganz ohne Menschen funktionieren?

Für bestimmte Lager wird sich ein Großteil der Arbeitsabläufe sicher im Laufe der nächsten fünf bis zehn Jahre automatisieren lassen. Ob es allerdings komplett menschenleere Hallen geben wird, bleibt fraglich. Mittel- bis langfristig wird das System Pick-by-Robot aber bestehende Assistenzsysteme ablösen. Diese Systeme, wie Pick-by-Vision oder Pick-by-Voice, geben den Mitarbeitern immer mehr den Arbeitstakt vor und reduzieren die menschliche Arbeit auf den reinen Greifprozess. Unser Kommissionierroboter TORU soll aber zusammen mit dem Menschen im selben Lager arbeiten und die Aufgaben übernehmen, die für den Menschen besonders unergonomisch sind: zum Beispiel lange Laufstrecken sowie den Griff ins unterste oder oberste Regalfach.

Was werden Sie auf Ihrem CeMAT Stand zeigen?

Auf der CeMAT präsentieren wir die neue Version unseres Kommissionierroboters TORU. TORU Cube wird an unserem Messestand live zeigen, wie er Objekte in einem Fachbodenregal identifiziert, greift, in seinem mitgeführten Regal zwischenlagert und anschließend zur Versandstation bringt. An einem Versuchsaufbau kann der Besucher außerdem eigenhändig verschiedenste Gegenstände an den Kamerasystemen ausprobieren und so die Objekterkennungsverfahren selbst erleben.

Magazino

Die Magazino GmbH mit Sitz in München wurde 2014 von Frederik Brantner, Lukas Zanger und Nikolas Engelhard gegründet. Ziel ist es, Lagersysteme in die Industrie 4.0 zu bringen und an das Internet der Dinge anzubinden. Das Start-up ist mittlerweile auf über 35 Mitarbeiter angewachsen und entwickelt und baut wahrnehmungsgesteuerte, mobile Roboter für die Intralogistik. Die Technik von Magazino ermöglicht die genaue Vermessung und Erkennung von Objekten mittels 2D/3D-Kameras sowie den sicheren Griff auf das einzelne Produkt. Unterstützt von einer leistungsfähigen IT, optimiert ein maßgeschneiderter Algorithmus den notwendigen Platz für die Ablage.

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