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CeMAT 2018, 23. - 27. April
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3 Fragen an ...

Peter Kerth, Leiter Produktmanagement bei BITO

16.11.2015
Peter Kerth
Peter Kerth, Leiter Produktmanagment bei BITO

Wie weit sind Sie in Bezug auf die Umsetzung des "intelligenten Behälters"?

Sprechen können unsere Behälter noch nicht. Aber bei fast allen Automationsprojekten gehört es für uns zum Standard, dass wir unsere BITOBOXEN durch die Verwendung von Barcodes oder RFID-Transpondern in Informationsträger verwandeln. Wie diese Informationen dann verwendet werden, liegt an der Konzeption des jeweiligen Unternehmens. Setzt ein Unternehmen zum Beispiel auf das Kanban-System, kann der Behälter, sobald er leer ist, automatisch eine Bestellung auslösen. Erreicht wird damit eine bedarfsgesteuerte Teilebereitstellung. Zudem können die Waren in den Behälterneindeutig identifiziert und per Tracking nachverfolgt werden. Des Weiteren gibt es Ansätze, Behälter mit Sensoren auszustatten, damit diese Auskunft über den Status des Lagerguts geben können. Allerdings muss man diese Themen immer im Kontext Kosten/Nutzen sehen. Der Preisverfall der elektronischen Komponenten könnte hier zukünftig einiges ermöglichen.

Welche Rolle spielen die Themen Digitalisierung beziehungsweise Industrie 4.0 in Unternehmen?

Industrie 4.0 ist eine Vision, die große Chancen bietet – wie beispielsweise eine höhere Wettbewerbsstärke, eine flexiblere Fertigung oder eine individuellere Produktion. Im Kern sollen in Betrieben Produkte, Transportmittel oder Werkzeuge untereinander aushandeln, welche Produktionselemente den nächsten Schritt am besten übernehmen könnten. Dazu ist eine Vernetzung aller am Prozess beteiligter Komponenten vonnöten. Wir beobachten die Veränderungen, die mit Industrie 4.0 einhergehen, sehr genau und untersuchen, welchen Beitrag Regal- und Behältersysteme hier zukünftig leisten können. Am ehesten sichtbar wird das bei den oben angesprochenen intelligenten Behältern. Diese können beispielsweise nicht nur ihre Eigenidentifikation, sondern auch Temperatur- oder Zugriffsinformationen kommunizieren. Industrie 4.0 treibt die Entwicklung der Ladungsträger immer weiter voran.

Was wird im Mittelpunkt Ihres CeMAT-Auftritts im kommenden Jahr stehen?

Auf der CeMAT 2016 zeigen wir Regal- und Behältersysteme für ganz unterschiedliche Branchen. Insbesondere im Bereich E-Commerce stellen sich für viele Kunden neue Herausforderungen. Wir wollen darstellen, dass unser Portfolio den Kunden die Chance bietet, systemisch zu wachsen. Aus einem Vorratslager kann beispielsweise ein Kommissionier- oder Retourenlager werden. Des Weiteren stehen unsere Neuentwicklungen im Bereich Klappboxen und Palettendurchlauf mit Aktivrollen sowie das selbstfahrende Transportersystem LEO Locative im Mittelpunkt.

BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH

BITO, mit Hauptsitz in Meisenheim (Rheinland-Pfalz), ist auf Lager- und Betriebseinrichtungen sowie auf Kommissioniertechnik spezialisiert. Das Unternehmen bietet Regale und Regalsysteme, Lager- und Kommissioniersysteme, Kästen und Behälter sowie Lagereinrichtungen und Zubehör für sämtliche Branchen. Die Kunden erhalten selbst entwickelte und hergestellte Standardprodukte sowie projektspezifische Lösungen aus einer Hand.

Das mittelständische Unternehmen hat Fertigungswerke in Deutschland und ein Joint Venture mit Produktion in Indien. 14 Tochtergesellschaften in West- und Osteuropa sowie eine Tochtergesellschaft in Dubai gehören zur BITO-Gruppe. Dazu kommen weitere Vertriebsniederlassungen weltweit.

890 Beschäftigte erwirtschafteten 2013 einen Umsatz von 190 Millionen Euro.

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